Sonnenschutz

Vor einer Weile habe ich einen Blogartikel geschrieben über das Thema nachhaltigen Sonnenschutz. Ich fasse es hier noch einmal kurz zusammen, wer mehr wissen möchte, kann hier grad zum vollen Artikel gelangen. Übliche Sonnencreme hat verschiedene Inhaltsstoffe, denen man nachsagt sich negativ auf unseren Hormonhaushalt auszuwirken und teilweise sogar ernsthafte gesundheitliche Gefahren bergen. Aber vor allem für die Umwelt sind die Inhaltsstoffe extrem nachteilig. So setzen sich im Wasser nicht zersetzbare Bestandteile auf Pflanzen, Korallen und Algen im Wasser ab und verhindern deren Fortbestehen und töten sie regelrecht ab. Das hat dauerhafte Konsequenzen für unser Klima, denn wir wissen ja alle, dass Pflanzen eine wichtige Rolle im ganzen Ökosystem spielen. Doch nun kommen wir auf den wichtigen Fakt: es gibt Alternativen. Diese sind oftmals vegan, reef friendly und bestehen aus natürlichen Inhaltsstoffen. Die Basis dafür ist ein mineralischer Schutz. Dieser setzt sich auf der Haut ab und reflektiert die “ankommende” Sonneneinstrahlung und verhindert, dass unsere Haut verbrennt. Für Gewässer sind diese Inhaltsstoffe ungefährlich und so können diese ohne schlechtes Gewissen genutzt werden. Es gibt zwei Themen, die doch häufiger negativ erwähnt werden im Zusammenhang mit nachhaltigem Sonnenschutz. Einerseits die Konsistenz. Oftmals sind die Alternativen cremiger und zäher, also wirklich eher eine Sonnencreme. Sie weisselt oftmals extrem und muss “richtig” angewendet werden. Ich nutze immer eher weniger, trage es dafür öfters auf. Und es lohnt sich immer die Produkte vorher ein wenig in der Hand zu verreiben, so kann die Wärme der Hand das Produkt etwas “streichbarer” machen. Das zweite Thema sind die Titanbestandteile. Mikropartikel aus Titan werden verwendet um die Sonnencreme überhaupt verteilbar zu machen, sie sind also nötig. Sie haben aber den Ruf schädlich für den Körper zu sein. Deshalb wird häufig ein Kapselungsverfahren genutzt bei der Herstellung. Das heisst nichts anders, als dass die notwendigen Partikel wie umhüllt werden. Das beeinträchtigt ihre Wirksamkeit in der Sonnencreme nicht, verhindert aber eine Aufnahme über die Haut in den Körper. Die Umstellung auf einen nachhaltigen Sonnenschutz ist sicherlich im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig. In meinen Augen vor allem, da man danach einfach einen weissen Film auf der Haut hat, der ästhetisch nicht schön ist. Dann gibt es die Produkte teilweise nur in grösseren Verpackungen, was dem Thema Vermeidung von Verpackung gerecht werden soll. Sprich lieber einmal kaufen und länger nutzen, als in vielen kleinen Tuben zu kaufen. Es gibt aber auch hier Alternativen, die super in jede Handtasche passen. All das sollte euch aber nicht abhalten, es wenigstens mal zu testen. Geht einfach realistisch an die Sache ran und ihr werdet bestimmt happy werden mit euren alternativen Produkten.

Verpackungen/ Taschen

Der Ziplock Bag ist irgendwie für ganz viele von uns eine vollkommen normale Sache im Haushalt. Man kann kleine Dinge aber auch grosse Dinge darin verstauen, einfrieren, marinieren und alles auslaufsicher verstauen. Und dann sind sie auch noch platzsparend. Aber können wir kurz überlegen, wie viel Plastik man da in der Hand hat? Ich habe mir früher nie Gedanken darüber gemacht, dann irgendwie habe ich angefangen, die Beutel wieder zu verwenden. Doch dann habe ich einfach nach Alternativen gesucht und bin auf die Varianten aus Silikon gestossen. Diese werden mit einem Hartplastik-Regler verschlossen und sind somit ebenfalls auslaufsicher und einfriersicher. Der Unterschied ist, dass sie einfach sauber zu machen sind und damit ganz einfach wiederverwendbar sind. Es gibt sie mittlerweile in jedem Laden, deshalb wäre hier meine Bitte dass ihr wenn ihr könnt und wollt darauf achtet, dass die Herstellungsprozesse nachhaltig sind und auch die Materialien so gut es geht. Natürlich ist der Plastikschieber aus Plastik und der Rest aus Silikon. Aber es gibt eben Produkte, die sind regional produziert und haben somit eine bessere Ökobilanz und es gibt Produktionen, die auf Klimaneutralität setzen etc. Hinschauen lohnt sich also wirklich. Ein Nachteil der Silikonbeutel gibt es tatsächlich. Nutzt ihr sie für “abfärbende” Lebensmittel wie Kirschen oder andere Beeren oder ähnliches, kann es sein, dass sich das Silikon leicht verfärbt. Das sieht dann vielleicht einfach nicht mehr ganz so schön aus, aber verliert null an Funktionalität. Wo wir gerade beim Thema Verpacken sind, würde ich gerne noch die faltbaren Einkaufstaschen erwähnen. Ich weiss nicht wie lange es diese schon gibt. Ich kann mich genau daran erinnern, dass ich als Kind bereits eine solche hatte in Form einer Erdbeere und die super fand. Die Materialien der Tasche sind im Nachhinein mehr als fraglich. Plastik pur quasi! Mittlerweile gibt es tolle Alternativen, die genutzt PET-Flaschen als Basis haben. Ihr habt es bestimmt ebenfalls mitbekommen, dass recyceltes PET nun immer mehr zum Einsatz kommt im Fashionbereich, da es zu verwertbaren Fasern umgearbeitet werden kann. Genau das ist auch bie den Tragetaschen passiert. Sie sind genauso weich und faltbar wie andere, sind ebenso stabil nur eben nachhaltig. Also hier finde ich ist der einzige Nachteil den ich erkennen kann der Preis! Aber wenn man gut auf seine aufpasst und diese lange nutzt, finde ich diesen immer noch vertretbar.

Wäsche waschen

In meinen Augen ein Bereich in dem gerade extrem viel Entwicklung stattfindet was den Bereich der Nachhaltigkeit angeht. Das sind durchaus notwendige Entwicklungen, denn wenn alleine der Plastikverbrauch angeschaut wird bei den Reinigungsprodukten allgemein ist man bereits erschrocken. Wer dann noch die Inhaltsstoffe anschaut und sich überlegt, wo diese alle mithilfe des Abwassers aus der Waschmaschine landen, der ist schnell dabei nachhaltige Alternativen umzusetzen. Allen ökologisch wertvollen Waschprodukten wurde lange nachgesagt, die Wäsche nicht sauber bzw. “rein” zu machen. In meiner Erfahrung ist das falsch. Vielleicht gibt es Flecken, die einfach eine bessere Vorbehandlung brauchen, aber man bekommt ökologisch alles sauber was ich sonst auch sauber bekommen habe. In natürlichen Waschprodukten geht es wie bei anderen auch um eine chemische Reaktion, die hervorgerufen wird und die Flecken quasi “wegsprengt”. Das klingt jetzt sehr unakademisch, aber ich bin auch kein Chemiker. Dazu kommen dann Duftstoffe, die bei nachhaltigen Alternativen oftmals aus natürlichen Produkten gewonnen werden, und bei herkömmlichen Produkten chemisch hergestellt sind. Chemiefrei Waschen also. Ich würde euch gerne zwei Produkte empfehlen, die ich beide gerne nutze und beide super einfach in der Handhabung sind. Einerseits die Waschstreifen von bluu. Die Waschstreifen werden einfach mit in die Waschtrommel gegeben und lösen sich dort im Waschprozess auf. Anderseits empfehle ich euch das ecoegg, ein Waschei, welches mit nachfüllbaren Tensiden gefüllt ist. Auch das wird direkt mit in die Waschtrommel gegeben. Toll finde ich, dass es von beiden Produkten eine duftfreie Variante gibt, die ebenso toll wirkt. Verpackungstechnisch wird bei beiden höchster Standard umgesetzt, sodass so wenig Verpackungsmüll entsteht wie möglich. Ich finde es einen tollen Einstieg in das Thema nachhaltiges Waschen, weil es wenig Aufwand gibt und die Wäsche trotzdem schön sauber wird.

Deo

Das Thema Deo ist für mich ein etwas persönliches, weil ich gefühlt schon alle nachhaltigen Deos auf dieser Welt ausprobiert habe und wenig bei mir “funktionieren”. Also einerseits gibt es welche die tatsächlich einfach nicht das tun, was sie sagen. Anderseits reagiert meine Haut aber auch sehr empfindlich auf Natron und dadurch habe ich bei nachhaltigen Deos oftmals juckende Achseln. Das will niemand. Und dann habe ich nuud entdeckt. Das ist eine Deocreme, die man ebenfalls direkt unter die Achsel schmiert. Der Unterschied ist aber, dass sie nur alle 2-7 Tage aufgetragen werden muss und nicht das Schwitzen an sich verhindert, sondern die Geruchsbildung. Ausserdem wird anstatt Natron wird Tonerde genutzt. Es sind keinerlei Duftstoffe verarbeitet. Ich fand diese Erfahrung schon fast spannend, denn man lernt sich im wahrsten Sinne des Wortes wieder selber riechen. Und das braucht ehrlicherweise ein wenig Geduld und einen Moment Zeit. Zumindest bei mir, deshalb warne ich euch lieber vor. Ich hatte etwas Mühe nicht mehr “blumig” oder “frisch” zu riechen, sondern einfach nach mir. Aber mittlerweile gebe ich es definitiv nicht mehr her und kann es vor allem jedem Empfehlen, der vielleicht auch auf gewisse Inhaltsstoffe etwas empfindlich reagieren.

Trockenshampoo

Ein Thema für viele Frauen, vor allem seit es total salonfähig ist sich die Haare nur noch 2-3 mal die Woche zu waschen und dafür sogar vom Coiffeur gelobt zu werden. Die üblichen Trockenshampoos sind in Druckbehältern verpackt und haben oftmals “Hilfe” von chemischen Zutaten. Die rein natürlichen Varianten sind im Grunde genommen ganz einfach zusammen gesetzt, teilweise wird sogar Backpulver genutzt. Ich habe auch schon mein eigenes gemacht mit Backpulver und Kakao, sodass ich nicht super weisse Flecken im Haar habe. Ich fand das Auftragen einfach nicht so ideal. Ich hab immer einen Make-Up Pinsel genutzt und habe es dann mit einem Handtuch eingearbeitet. Oftmals eine riesen Sauerei, vor allem auch auf den Klamotten. Und deshalb habe ich nach einem Trockenshampoo-Spender gesucht und bin fündig geworden. Dabei habe ich dann auch gleich das Trockenshampoo von puremetics entdeckt. Die haben einen tollen Duft und es gibt sie für verschiedene Haarfarben. Auch hier gibt es anfänglich ein wenig Dreck beim Auftragen, selbst mit dem Spender. Es braucht ein wenig Übung. Aber ich finde auf jeden Fall, dass es gerade am Ansatz toll wirkt und man es gut verarbeiten kann. Ich finde allerdings, dass es die Haare etwas austrocknen kann. Aber das mag auch an meinen Haaren liegen, denn die sind immer “durstig”.

Ich hoffe, dass ich euch mit diesen Produktvorstellungen ein wenig inspirieren konnte etwas Neues auszuprobieren. Lasst mich wissen, wenn ihr gerne weitere solche Übersichten haben möchtet, das lässt sich leicht arrangieren =) 

 Nachhaltige Grüsse,